Freitag 20. Oktober 2023
Matthäus 21,33-41
Hört noch ein anderes Gleichnis
Es war mal ein Mann, der einen Weinberg anlegte. Er umgab ihn mit einem Zaun, meisselte aus dem Fels eine Höhlung heraus – die Weinpresse zum Keltern der Trauben –, baute einen Wachturm und verpachtete den Berg an die Winzer. Dann verliess er das Land. Als nun die Zeit der Ernte kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um die Trauben zu holen, die ihm gehörten. Aber die Winzer hielten seine Knechte fest. Den einen verprügelten sie, der andere wurde getötet, ein dritter gesteinigt. Da schickte der Herr wiederum Knechte aus – viel mehr als zuvor –, aber auch ihnen erging es nicht besser. Schliesslich schickte der Herr seinen eigenen Sohn: ‘Ihn jedenfalls’, dachte er, ‘werden sie achten’. Doch als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: ‘Er ist der Erbe. Wir töten ihn, und sein Besitz gehört uns!’ Und dann ergriffen sie ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und ermordeten ihn. Wenn nun aber der Herr des Weinbergs kommt – was, meint ihr, wird er mit den Winzern tun?’. Sie sagten: ‘Ein böses Ende wird er den Bösen bereiten: Er wird sie töten und den Weinberg an Winzer verpachten, die ihm zur rechten Zeit seine Trauben abliefern.’
Übersetzung Walter Jens 1972