Impuls
Briefe von Marie Durand (1711-1776)
Sei versichert, mein liebes Kind, dass ich dich mehr liebe als mich selbst und dass ich dich niemals im Stich lassen werde und dich immer als meine geliebte Tochter betrachten werde. Aber ich möchte, dass du meinen Ratschlägen Beachtung schenkst. Ich möchte, dass du in deinen Manieren und deinen Äußerungen bescheiden bist. Sei auch maßvoll und fügsam; sei geduldig und freundlich zu allen Menschen, seien sie gut oder böse. Erinnere dich an die Worte des Heiligen Jakobus: „Wenn jemand meint, er sei fromm, und doch seine Zunge nicht im Zaum hält, dessen Frömmigkeit ist wertlos.
Brief an Monsieur Chiron, 21. Dezember 1753
850 Jahre Waldenserbewegung
Waldenserkirche Chiesa evangelica-valdese di San Silvestro in Triest (Foto: Luca Aless)
Martin Bucer (1491-1551): Straßburger Katechismus - Für die Jungen
Vater:
Sind wir denn nicht auch Gottes Kinder?
Kind:
Gottheitlich gesehen ist unser Herr Jesus der einzige Sohn Gottes, der einer Natur, Kraft und Wirkung mit dem Vater ist.
Vater:
Wie ist das nach der menschlichen Natur?
Kind:
Da er darin ganz heilig ist und allein aller göttlichen Werke fähig, ohne jegliche Sünde, ist er auch der einzige Sohn Gottes.
Vater:
Wie sind wir dann Gottes Kinder?
Kind:
Weil wir durch ihn, unseren Herrn Jesus, Teilhaber des göttlichen ewigen Lebens werden. Deshalb heißt er der Erstgeborene unter vielen Brüdern.
Aus: Martin Bucer: Straßburger Catechismus (1534), in neuhochdeutscher Übersetzung
Zitat zum Sonntag
Es ist schrecklich schwer, gerecht zu sein zu seiner eigenen Vergangenheit. (Marlen Haushofer, 1920–1970, österreichische Schriftstellerin)
Aus: Bernd Becker, Hans Möhler (Hg.): Zähl nicht die Schafe, sondern sprich mit dem Hirten: 365 inspirierende Zitate und Sprüche
Martin Luther King: Forderungen der Friedensbewegung
From the Chicago Housing Authority: No more public housing construction in the ghetto until a substantial number of units are started outside the ghetto.
(Von der Chicago Housing Authority: Kein weiterer Bau von Sozialwohnungen im Ghetto, bis eine beträchtliche Anzahl von Wohnungen außerhalb des Ghettos in Angriff genommen wird.)
Im Jahr 1966 Jahren heftete der Friedensaktivist Martin Luther King - ähnlich wie Martin Luther - Thesen an die Rathauswand von Chicago. Der zitierte Text gibt zentrale Forderungen der Friedensbewegung von Chicago wieder: Gleichberechtigung für alle und eine Aufhebung der Rassentrennung.
Chicago, 10. Juli 1966
Lebenskunst - Fragen zum Nachdenken
Tapferkeit - Mut
Woher nehmen Sie Ihren Mut? » Was ermutigt Sie besonders? - Wodurch fühlen Sie sich entmutigt? - Kennen Sie mutige Menschen, die Ihnen Vorbilder sind? - Aus Büchern oder aus Begegnungen? - Wer hat in Ihrer Kindheit von Ihnen gefordert, mutig zu sein? - Welche Erlebnisse fallen Ihnen dazu ein? - Wirken sie heute noch? - Kommen Ihnen beim Stichwort „Mut“ nur Männer in den Sinn oder auch Frauen? - Was halten Sie vom Ausdruck „todesmutig“? - „Mit dem Mut der Verzweiflung“, gibt es das? - Welche Gefühle kommen Ihnen beim Wort „HeIdenmut“? - Welches Pathos geht Ihnen auf die Nerven, welches finden Sie angemessen? - Kennen Sie die „Feigheit vor dem Freunde“? - Angenommen, Sie könnten drei Szenen aus Ihrem Leben wiederholen, in welchen wollten Sie dann mutiger sein? - Gehört auch Übermut zum Mut? - In welchen Zusammenhängen Ihres Lebens bildet Mut die Währung, mit der Sie bezahlen?
Matthias Krieg (1998) aus Lebenskunst - Stücke für jeden Tag