Chronik
Weltgeschehen und reformierte Gedenktage
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21.7.1875 - Erster reformierter Weltbund
Heute nehmen in London 64 Delegierte aus 21 Kirchen eine Verfassung an, in deren Artikel II bestimmt wird: In die Allianz kann jede nach presbyterianischen Grundsätzen organisierte Kirche aufgenommen werden, die in Dingen des Glaubens und der Sittlichkeit an der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments als oberster Autorität festhält und deren Glaubensbekenntnis mit dem gemeinsamen Zeugnis der reformierten Bekenntnisse übereinstimmt. Die erste weltweite Vereinigung reformierter Kirchen ist zustande gekommen. 1946, 1970 und 2014 wird es weitere geben
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20.7.1590 - Vizsoly-Bibel
Ein Team reformierter Theologen unter Leitung von Gáspár Károly hat aus den Urtexten die ganze Bibel übersetzt. Heute verlässt in einem Dorf im äussersten Nordosten Ungarns die erste ungarische Übersetzung der Bibel die Druckerpresse. Ihr Einfluss aufs Ungarische wird dem der Lutherbibel aufs Deutsche und dem der Kralice-Bibel aufs Tschechische gleichkommen.
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19.7.1564 - Kralice-Bibel
Heute beendet Jan Blahoslav, Bischof der Böhmischen Brüder, seine Vorrede. Sie bildet die Handlungsgrundlage für die folgenden dreissig Jahre, in denen ein Team in Kralice bei Brno die Bibel aus den Urtexten ins Tschechische übersetzen wird. In der Festung, die einem geheimen Förderer der Brüdergemeine gehört, wird die Bibel auch geheim gedruckt und 1593 in sechs Bänden herausgegeben werden. Ihr Einfluss aufs Tschechische wird dem der Lutherbibel aufs Deutsche und dem der Vizsoly-Bibel aufs Ungarische gleichkommen.
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18.7.1939 - Paul Schneider
Er ist Pfarrer gewesen in Essen, Hochelheim und Dieckenschied. Seit sechs Jahren hat er sich geweigert, nationalsozialistische Symbolik und Rhetorik zu übernehmen. Seit fünf Jahren gehört er zur Bekennenden Kirche. Seit zwei Jahren ist er im Konzentrationslager Buchenwald, weil er trotz Landesverweis zu seiner Gemeinde zurückgekehrt ist. Am 18.7.1939 wird er mit einer Überdosis Strophanthin hingerichtet.
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17. Juli 1505 – Martin Luther tritt ins Kloster ein
Am 17. Juli 1505 trat der junge Jurastudent Martin Luther in das Augustinerkloster in Erfurt ein. Dieser Schritt war mehr als die Erfüllung eines Gelübdes nach dem berühmten Gewittererlebnis bei Stotternheim. Luther suchte nach der Gewissheit eines gnädigen Gottes und fand sich in den klösterlichen Übungen, im Gebet und im intensiven Studium der Heiligen Schrift wieder. Gerade diese existenzielle Suche führte ihn später zu der reformatorischen Erkenntnis, dass der Mensch allein aus Gottes Gnade und durch den Glauben gerecht wird.
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14.7.1686 - Hugenottenkirche Erlangen
Es sind zwar erst sechs Hugenotten eingetroffen, doch viele sind zu erwarten, in mehreren Staffeln schliesslich rund 1‘500, drei bis fünfmal mehr, als Erlangen bisher Einwohner hat. Markgraf Christian Ernst erkennt die Zeichen der Zeit und lässt heute den Grundstein der Kirche und so auch den der neuen Planstadt Christian-Erlang legen. Er wird die Kirche finanzieren und Soldaten für ihre Aufrichtung stellen. Sie wird die älteste Hugenottenkirche ausserhalb Frankreichs sein.
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13. Juli 1524 – Thomas Müntzers Fürstenpredigt in AllstedtAm 13. Juli 1524 hielt der Reformator Thomas Müntzer auf Schloss Allstedt seine berühmte Fürstenpredigt vor Kurfürst Johann von Sachsen und dessen Sohn. Darin forderte er die Obrigkeit auf, für Gerechtigkeit zu sorgen und sich am Willen Gottes zu orientieren. Seine leidenschaftliche Rede machte die Spannungen innerhalb der frühen Reformationsbewegung deutlich.
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11.7.1700 - Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Heute stiftet der reformierte Kurfürst Friedrich der III. von Brandenburg eine Akademie zu beforderung der Ehre Gottes, ausbreitung dessen wahrheit und cultivirung allerhand tugenden und dem Gemeinen Wesen nützlichen übungen. Aus ihrer Vereinigung mit der Nouvelle Société Littéraire wird 1744 die Königliche Akademie der Wissenschaften hervorgehen. Deren Sprache wird Französisch sein, und für Jahrzehnte werden Hugenotten etwa ein Drittel der Mitglieder stellen.
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10.7.2009 - Werkbuch bzw. Livre-Outil
2002 ist in Zürich das Buch Die Reformierten erschienen. Aus dessen Erarbeitung durch eine Autorengruppe ist das Anliegen erwachsen, das reformierte Bekenntnisschweigen der Schweiz zu brechen. Eine interkantonale Initiativgruppe aus zwölf Personen hat das Werkbuch Reformierte Bekenntnisse erarbeitet. In ihm sind zwei biblische, drei frühkirchliche, fünf reformatorische, vier lehrhafte und sechs moderne Bekenntnisse vorgestellt und besprochen. Heute wird es in zwei Sprachen der Abgeordnetenversammlung des Kirchenbunds übergeben, die anlässlich des 500. Geburtstags von Calvin im Genfer Rathaus tagt. Acht Landeskirchen unterstützen den Auftrag, bis 2019 ein Buch der Bekenntnisse und darin als jüngste Texte ein neues Credo und einen neuen Katechismus zu haben.Reformierte Chronik
9.7.1959 - Statement of Faith
Die United Church of Christ UCC ist 1957 durch eine Vereinigung von amerikanischen Reformierten und Kongregationalisten hervorgegangen. Seit vier Tagen hat die UCC ihre Generalsynode in Oberlin im Bundesstaat Ohio. Heute gibt sie sich ein Bekenntnis aus neunzehn einfachen Sätzen, die in Gottesdienst und Unterricht Verwendung finden sollen.
