Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Bibeltext 21. Februar 2017
Psalm 119,89-120

89 Auf ewig, HERR, (Lamed) steht dein Wort im Himmel. 90 Von Generation zu Generation währt deine Treue, du hast die Erde gegründet, und sie stand. 91 Nach deinen Gesetzen bestehen sie bis heute, denn das All ist dir dienstbar. 92 Wäre deine Weisung nicht meine Wonne, ich wäre umgekommen in meinem Elend. 93 Nie will ich deine Befehle vergessen, denn durch sie hast du mir Leben geschenkt. 94 Dein bin ich, rette mich, denn deine Befehle suche ich. 95 Frevler lauern mir auf, mich zu verderben, ich aber achte auf deine Vorschriften. 96 Ich sah, dass alles Vollkommene eine Grenze hat, aber grenzenlos weit reicht dein Gebot. 97 Wie liebe ich deine Weisung! (Mem) Allezeit bestimmt sie mein Sinnen. 98 Dein Gebot macht mich weiser, als meine Feinde sind, denn ewig ist es mein. 99 Ich bin klüger geworden als alle meine Lehrer, denn deine Vorschriften bestimmen mein Sinnen. 100 Ich bin einsichtiger als die Alten, denn ich befolge deine Befehle. 101 Von jedem bösen Pfad hielt ich meine Schritte zurück,um dein Wort zu halten. 102 Von deinen Gesetzen bin ich nicht abgewichen, denn du hast mich unterwiesen. 103 Wie süss sind deine Worte meinem Gaumen, süsser als Honig meinem Mund. 104 Aus deinen Befehlen schöpfe ich Einsicht, darum hasse ich jeden Pfad der Lüge. 105 Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuss (Nun) und ein Licht auf meinem Pfad. 106 Ich habe geschworen und bekräftigt, zu halten die Gesetze deiner Gerechtigkeit. 107 Ich bin tief gebeugt, HERR, schenke mir Leben nach deinem Wort. 108 Nimm, HERR, die Opfer meines Mundes gnädig an, und lehre mich deine Gesetze. 109 Ständig ist mein Leben in Gefahr, aber deine Weisung vergesse ich nicht. 110 Frevler haben mir eine Falle gestellt, ich aber bin nicht abgeirrt von deinen Befehlen. 111 Deine Vorschriften habe ich auf ewig zum Erbe erhalten, sie sind meines Herzens Freude. 112 Ich neige mein Herz, deine Satzungen zu befolgen, auf ewig, bis ans Ende. 113 Wankelmütige hasse ich, (Samech) deine Weisung aber habe ich lieb. 114 Mein Schutz und mein Schild bist du, auf dein Wort hoffe ich. 115 Weicht von mir, ihr Übeltäter, ich will die Gebote meines Gottes befolgen. 116 Stütze mich nach deinem Wort, so werde ich leben, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung. 117 Halte mich, damit ich gerettet werde, und stets will ich auf deine Satzungen schauen. 118 Du verwirfst alle, die von deinen Satzungen abirren, denn Lüge sind ihre Machenschaften. 119 Wie Schlacken wirfst du alle Frevler der Erde weg, darum liebe ich deine Vorschriften. 120 Mein Leib erschauert aus Angst vor dir, und vor deinen Gesetzen fürchte ich mich.

TVZ

Bibeltext 20. Februar 2017
Hebr 3,15

15 Wenn es heisst: Heute, da ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim grossen Aufbegehren.

TVZ

Bibeltext 19. Februar 2017
Lk 8,4-15

4 Als nun viel Volk zusammenkam und Leute aus allen Städten ihm zuströmten, sprach er in einem Gleichnis: 5 Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Und beim Säen fiel etliches auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels frassen es auf. 6 Anderes fiel auf Fels, ging auf und verdorrte, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Anderes fiel mitten unter die Dornen, und mit ihm wuchsen die Dornen und erstickten es. 8 Wieder anderes fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als er dies gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! 9 Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute. 10 Er sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen, zu den anderen aber wird in Gleichnissen geredet, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen.11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 12 Die auf dem Weg sind die, welche es hören. Dann kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihren Herzen, damit sie nicht zum Glauben kommen und gerettet werden. 13 Die auf dem Fels sind die, welche das Wort hören und freudig aufnehmen. Doch sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, in der Zeit der Versuchung aber fallen sie ab. 14 Das unter die Dornen Gefallene, das sind die, welche es gehört haben und dann hingehen und von Sorgen und Reichtum und Freuden des Lebens erstickt werden und die Frucht nicht zur Reife bringen. 15 Das auf dem guten Boden, das sind die, welche das Wort mit rechtem und gutem Herzen gehört haben, es bewahren und Frucht bringen in Geduld.

TVZ

Bibeltext 18. Februar 2017
Lev 19,9-14

9 Und wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten, und die Nachlese deiner Ernte sollst du nicht einsammeln. 10 Auch in deinem Weinberg sollst du keine Nachlese halten, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht einsammeln. Dem Armen und dem Fremden sollst du sie überlassen. Ich bin der HERR, euer Gott. 11 Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen und einander nicht betrügen. 12 Und ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und so den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR. 13 Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken und nicht berauben. Den Lohn eines Tagelöhners sollst du nicht bis zum nächsten Morgen zurückbehalten. 14 Einen Tauben sollst du nicht schmähen, und einem Blinden sollst du kein Hindernis in den Weg legen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR.

TVZ

Bibeltext 17. Februar 2017
Koh 7,13-18

13 Betrachte das Werk Gottes: Wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? 14 Am Tag des Glücks sei guter Dinge, und am Tag des Unglücks bedenke: Auch diesen wie jenen hat Gott gemacht, und was künftig sein wird, kann der Mensch nicht wissen. 15 Beides sah ich in meinen flüchtigen Tagen: Da ist ein Gerechter, der zugrunde geht in seiner Gerechtigkeit, und da ist ein Ungerechter, der lange lebt in seiner Bosheit. 16 Sei nicht übergerecht, und gib dich nicht gar zu weise. Warum willst du scheitern? 17 Sei nicht zu oft ungerecht, und sei kein Tor. Warum willst du sterben vor deiner Zeit? 18 Gut ist es, wenn du dich an das eine hältst und auch vom anderen nicht lässt. Wer Gott fürchtet, wird beidem gerecht.

TVZ

Bibeltext 16. Februar 2017
Jer 22,13-17

13 Wehe dem, der sein Haus nicht auf Gerechtigkeit baut und seine Obergemächer nicht auf Recht, der seinen Nächsten ohne Entgelt arbeiten lässt und ihm seinen Lohn nicht gibt! 14 Der sagt: Ich will mir ein geräumiges Haus bauen und luftige Obergemächer! Und der sich darin Fenster ausbricht - mit Zedernholz ist es getäfelt - und es mit Mennige streicht.15 Bist du dafür König, dass du wetteiferst um Zedernholz? Dein Vater, hat nicht auch er gegessen und getrunken? Er aber hat Recht und Gerechtigkeit geübt. Ihm ging es damals gut. 16 Er sorgte für das Recht des Elenden und des Armen. Damals war es gut. Heisst nicht dies, mich zu erkennen? Spruch des HERRN. 17 Deine Augen aber und dein Herz sind auf nichts gerichtet als auf deinen Gewinn und darauf, unschuldiges Blut zu vergiessen, und darauf, zu unterdrücken und zu erpressen.

TVZ

Bibeltext 15. Februar 2017
Jak 5,1-6

1 Wohlan, ihr Reichen, weint nur und jammert über das Elend, das über euch kommen wird! 2 Euer Reichtum ist verfault, und eure Gewänder sind von den Motten zerfressen. 3 Euer Gold und euer Silber ist verrostet, und ihr Rost wird ein Zeugnis sein gegen euch und euer Fleisch fressen wie Feuer. Schätze habt ihr gesammelt - noch am Ende der Tage! 4 Seht, der Lohn der Arbeiter, die eure Felder gemäht haben, der Lohn, den ihr ihnen vorenthalten habt, er schreit zum Himmel, und die Hilferufe der Erntearbeiter sind dem Herrn Zebaoth zu Ohren gekommen! 5 Gut habt ihr es euch gehen lassen auf Erden, und ein üppiges Leben habt ihr geführt, euer Herz habt ihr verwöhnt am Schlachttag. 6 Den Unschuldigen habt ihr verurteilt und getötet, und niemand gebietet euch Einhalt.

TVZ

Bibeltext 14. Februar 2017
Psalm 36

 1 Für den Chormeister. Vom Diener des HERRN, von David. 2 Die Sünde raunt dem Frevler zu im Innern seines Herzens: Es gibt kein Erschrecken vor Gott. So steht es ihm vor Augen. 3 Er gefällt sich darin, schuldig zu werden, zu hassen. 4 Die Worte seines Mundes sind Lug und Trug, er will keine Einsicht, will nicht mehr Gutes tun. 5 Unheil sinnt er auf seinem Lager, er tritt auf unguten Weg, das Böse verwirft er nicht. 6 HERR, bis in den Himmel reicht deine Güte, bis zu den Wolken deine Treue. 7 Deine Gerechtigkeit ist wie die Gottesberge, deine Gerichte sind wie die grosse Flut. Menschen und Tieren hilfst du, HERR. 8 Wie kostbar ist deine Güte. Götter und Menschen suchen Zuflucht im Schatten deiner Flügel. 9 Sie laben sich am Überfluss deines Hauses, und am Strom deiner Wonnen tränkst du sie. 10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. 11 Erhalte deine Güte denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtigen Herzens sind. 12 Hochmut trete nicht ein bei mir, und die Macht der Frevler vertreibe mich nicht. 13 Da fallen die Übeltäter, sie werden niedergeworfen und stehen nicht wieder auf.

TVZ

Bibeltext 13. Februar 2017
Dan 9,18

18 Neige, mein Gott, dein Ohr und höre, öffne deine Augen und sieh unsere Verwüstungen und die Stadt, über der dein Name ausgerufen ist! Nicht unserer gerechten Taten wegen bringen wir unser Flehen vor dich, sondern deiner grossen Barmherzigkeit wegen!

TVZ

Bibeltext 12. Februar 2017
Mt 20,1-16

1 Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsherrn, der am frühen Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. 2 Nachdem er sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag geeinigt hatte, schickte er sie in seinen Weinberg. 3 Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere ohne Arbeit auf dem Marktplatz stehen, 4 und er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben. 5 Sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat dasselbe. 6 Als er um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen, und er sagte zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag hier, ohne zu arbeiten? 7 Sie sagten zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg! 8 Es wurde Abend und der Herr des Weinbergs sagte zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten bis zu den Ersten. 9 Und als die von der elften Stunde kamen, erhielten sie jeder einen Denar. 10 Und als die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr erhalten würden; und auch sie erhielten jeder einen Denar. 11 Als sie ihn erhalten hatten, beschwerten sie sich beim Gutsherrn 12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last des Tages und die Hitze ertragen haben. 13 Er aber entgegnete einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Hast du dich nicht mit mir auf einen Denar geeinigt? 14 Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem Letzten gleich viel geben wie dir. 15 Oder ist es mir etwa nicht erlaubt, mit dem, was mein ist, zu tun, was ich will? Machst du ein böses Gesicht, weil ich gütig bin? 16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.

<< < 3131 - 3140 (3187) > >>