Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Donnerstag 31. August 2017
2 Sam 12,1-15

1 Und der HERR sandte Natan zu David. Und der kam zu ihm und sprach zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine war reich, und der andere war arm. 2 Der Reiche besass Schafe und Rinder in grosser Zahl, 3 der Arme aber besass nichts ausser einem einzigen kleinen Lamm, das er gekauft hatte, und er zog es auf, und zusammen mit seinen Kindern wurde es bei ihm gross. Es ass von seinem Bissen, trank aus seinem Becher und schlief an seiner Brust, und es war für ihn wie eine Tochter. 4 Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann, und diesen reute es, eines von seinen eigenen Schafen oder Rindern zu nehmen, um es für den Reisenden zuzubereiten, der zu ihm gekommen war. Und so nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war. 5 Da entbrannte der Zorn Davids heftig über den Mann, und er sprach zu Natan: So wahr der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes! 6 Und das Lamm soll er vierfach ersetzen, weil er das getan hat und weil er kein Mitleid hatte.7 Natan aber sprach zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt und habe dich aus der Hand Sauls gerettet. 8 Und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben, und die Frauen deines Herrn habe ich an deine Brust gelegt, und ich habe dir das Haus Israel und Juda gegeben, und wenn das zu wenig ist, will ich dir darüber hinaus noch manches geben. 9 Warum hast du das Wort des HERRN verachtet und getan, was ihm missfällt? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen, und ihn selbst hast du durch das Schwert der Ammoniter umgebracht. 10 So soll nun das Schwert nie von deinem Haus weichen, weil du mich verachtet und die Frau Urijas, des Hetiters, genommen hast, damit sie deine Frau werde. 11 So spricht der HERR: Sieh, ich werde aus deinem eigenen Haus Unheil gegen dich heraufführen, und deine Frauen werde ich dir vor deinen Augen wegnehmen und sie deinem Nächsten geben, und er wird unter den Blicken dieser Sonne mit deinen Frauen schlafen. 12 Du hast es heimlich getan, ich aber werde dies vor ganz Israel und vor der Sonne tun. 13 Da sprach David zu Natan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt. Und Natan sprach zu David: So sieht der HERR über deine Sünde hinweg: Du musst nicht sterben! 14 Aber weil du mit dieser Tat den HERRN so verachtet hast, muss nun der Sohn, der dir geboren worden ist, sterben! 15 Und Natan ging in sein Haus. Und der HERR schlug das Kind, das die Frau Urijas David geboren hatte, und es erkrankte schwer. TVZ

 

Mittwoch 30. August 2017
Eph 2,4-10

4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner grossen Liebe, die er uns entgegenbrachte, 5 mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen - durch Gnade seid ihr gerettet -, 6 und hat uns mit ihm zusammen auferweckt und uns einen Platz in den Himmeln gegeben, in Christus Jesus. 7 So wollte er in den kommenden Zeiten den überwältigenden Reichtum seiner Gnade zeigen durch die Güte, die er uns erweist in Christus Jesus. 8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet aufgrund des Glaubens, und zwar nicht aus euch selbst, nein, Gottes Gabe ist es: 9 nicht durch eigenes Tun, damit niemand sich rühmen kann. 10 Denn sein Gebilde sind wir, geschaffen in Christus Jesus zu einem Leben voller guter Taten, die Gott schon bereitgestellt hat. TVZ

Dienstag 29. August 2017
Psalm 113

1 Hallelujah. Lobt, ihr Diener des HERRN, lobt den Namen des HERRN. 2 Der Name des HERRN sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. 3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des HERRN. 4 Der HERR ist erhaben über alle Nationen und seine Herrlichkeit über die Himmel. 5 Wer ist dem HERRN gleich, unserem Gott, der hoch droben thront, 6 der tief hinunterschaut auf Himmel und Erde! 7 Der aus dem Staub den Geringen aufrichtet, aus dem Kot den Armen erhebt, 8 um ihn neben Edle zu setzen, neben die Edlen seines Volkes. 9 Der der Unfruchtbaren Hausrecht gibt als fröhliche Mutter von Kindern. Hallelujah. TVZ

Montag 28. August 2017
Eph 2,8

8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet aufgrund des Glaubens, und zwar nicht aus euch selbst, nein, Gottes Gabe ist es. TVZ

Sonntag 27. August 2017
Lk 7,36-50

36 Einer der Pharisäer aber bat ihn, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. 37 Und da war eine Frau, die galt in der Stadt als Sünderin. Als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch sass, brachte sie ein Alabastergefäss voll Balsam. 38 Und sie kam von hinten, beugte sich über seine Füsse, weinte und begann mit ihren Tränen seine Füsse zu benetzen. Und sie trocknete sie mit ihrem Haar, küsste seine Füsse und salbte sie mit dem Balsam. 39 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sagte er sich: Wäre dieser ein Prophet, so wüsste er, wer das ist, was für eine Frau ihn da berührt, nämlich eine Sünderin. 40 Und Jesus antwortete ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er erwidert: Meister, sprich! 41 Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine schuldete ihm fünfhundert Denar, der andere fünfzig. 42 Da beide es nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun mehr lieben? 43 Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat. Da sagte er zu ihm: Du hast Recht. 44 Und indem er sich zur Frau umwandte, sagte er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen: Wasser für die Füsse hast du mir nicht gegeben, sie aber hat meine Füsse mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. 45 Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgehört, meine Füsse zu küssen. 46 Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt, sie aber hat mit Balsam meine Füsse gesalbt. 47 Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Zu ihr aber sagte er: Dir sind die Sünden vergeben. 49 Da begannen die Gäste untereinander zu sagen: Wer ist dieser, dass er sogar Sünden vergibt? 50 Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! TVZ

Samstag 26. August 2017
Dtn 4,5-20

5 Seht, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, wie es mir der HERR, mein Gott, geboten hat, damit ihr danach handelt in dem Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen. 6 So haltet sie und handelt danach! Denn darin zeigt sich den Völkern eure Weisheit und eure Einsicht. Wenn sie all diese Satzungen hören, werden sie sagen: Was für ein weises und einsichtiges Volk ist diese grosse Nation! 7 Denn welche grosse Nation hätte Götter, die ihr so nahe sind wie uns der HERR, unser Gott, so oft wir zu ihm rufen? 8 Und welche grosse Nation hätte Satzungen und Rechte, so gerecht wie diese ganze Weisung, die ich euch heute gebe? 9 Nur hüte dich und achte gut auf dich selbst, damit du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und damit sie dir nicht aus dem Sinn kommen dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und deinen Kindeskindern davon erzählen. 10 Als du am Choreb vor dem HERRN, deinem Gott, standst, da sprach der HERR zu mir: Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse, damit sie lernen, mich zu fürchten alle Tage, die sie auf der Erde leben, und damit sie es auch ihre Kinder lehren. 11 Da kamt ihr und standet unten am Berg. Der Berg aber brannte lichterloh bis in den Himmel hinein bei Finsternis, Wolken und Dunkel. 12 Und der HERR sprach zu euch aus dem Feuer. Den Schall der Worte habt ihr gehört, nur einen Schall, doch eine Gestalt habt ihr nicht gesehen. 13 Und er verkündete euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, die zehn Worte, und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. 14 Mir aber gebot der HERR damals, euch Satzungen und Rechte zu lehren, damit ihr danach handelt in dem Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen. 15 So hütet euch um eures Lebens willen, ihr habt ja keine Gestalt gesehen, als der HERR am Choreb aus dem Feuer zu euch sprach: 16 Frevelt nicht und macht euch kein Gottesbild, das etwas darstellt, kein Standbild, kein Abbild eines Mannes oder einer Frau, 17 kein Abbild eines Tiers auf der Erde, kein Abbild eines Vogels, der am Himmel fliegt, 18 kein Abbild eines Kriechtiers auf dem Erdboden, kein Abbild eines Fischs im Wasser unter der Erde. 19 Und blicke nicht auf zum Himmel, und schau nicht auf Sonne, Mond und Sterne, das ganze Heer des Himmels, und lass dich nicht verführen, sie anzubeten und ihnen zu dienen. Der HERR, dein Gott, hat sie allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt. 20 Euch aber hat der HERR genommen und herausgeführt aus dem Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr sein eigenes Volk sein solltet, wie es heute der Fall ist. TVZ

Freitag 25. August 2017
Psalm 111

1 Hallelujah. Ich will den HERRN preisen von ganzem Herzen, im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. 2 Gross sind die Werke des HERRN, allen erkennbar, die an ihnen Gefallen haben. 3 Hoheit und Pracht ist sein Tun, und seine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen. 4 Ein Gedächtnis hat er seinen Wundern gestiftet, gnädig und barmherzig ist der HERR. 5 Speise gibt er denen, die ihn fürchten, er gedenkt seines Bundes auf ewig. 6 Die Macht seiner Werke hat er seinem Volk kundgetan, da er ihnen das Erbe der Völker gab. 7 Die Werke seiner Hände sind Treue und Recht, verlässlich sind alle seine Gebote, 8 gültig auf immer und ewig, in Treue geschaffen und gerecht. 9 Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, seinen Bund auf ewig bestimmt, heilig und furchterregend ist sein Name. 10 Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des HERRN, heilsame Einsicht für alle, die so handeln, sein Ruhm bleibt für immer bestehen. TVZ

Donnerstag 24. August 2017
Jes 62, 6-12

6 Auf deinen Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter eingesetzt, den ganzen Tag und die ganze Nacht, niemals schweigen sie! Die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe, 7 und lasst ihm keine Ruhe, bis er es fest gründet und bis er Jerusalem ruhmreich macht auf der Erde. 8 Der HERR hat geschworen mit seiner Rechten und mit seinem starken Arm: Ich werde dein Korn nicht mehr deinen Feinden als Speise geben, und Fremde werden deinen Wein nicht trinken, um den du dich abgemüht hast! 9 Sondern die es ernten, sollen es essen und den HERRN loben, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heiligtums. 10 Zieht hin, zieht hin durch die Tore! Räumt meinem Volk den Weg frei! Legt die Strasse an, legt sie an, befreit sie von Steinen, richtet den Völkern ein Feldzeichen auf! 11 Seht, bis ans Ende der Erde lässt der HERR es hören: Sagt der Tochter Zion: Sieh, dein Heil kommt! Sieh, sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung zieht vor ihm her. 12 Dann wird man sie nennen: Heiliges-Volk, Erlöste-des-HERRN. Und du wirst genannt werden: Gesuchte, Nie-mehr-verlassene-Stadt. TVZ

Mittwoch 23. August 2017
Röm 9,1-5

1 Ich sage in Christus die Wahrheit, ich lüge nicht, mein Gewissen bezeugt es mir im heiligen Geist: 2 Voll Trauer bin ich, unablässiger Schmerz macht mir das Herz schwer. 3 Ja, ich wünschte, selber verflucht und von Christus getrennt zu sein, anstelle meiner Brüder, die zum gleichen Volk gehören, 4 die Israeliten sind, die das Recht der Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und die Gabe des Gesetzes und die Gottesdienstordnung und die Verheissungen haben, 5 die die Väter haben und aus deren Mitte seiner irdischen Herkunft nach der Christus stammt; Gott, der über allem waltet, er sei gepriesen in Ewigkeit, Amen! TVZ

Dienstag 22. August 2017
Psalm 122

1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Ich war voller Freude, als sie zu mir sprachen: Wir gehen zum Haus des HERRN. 2 Nun stehen unsere Füsse in deinen Toren, Jerusalem. 3 Jerusalem, gebaut als fest gefügte Stadt, 4 wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des HERRN, getreu dem Gesetz für Israel, den Namen des HERRN zu preisen. 5 Denn dort stehen Throne für das Gericht, Throne für das Haus Davids. 6 Wünscht Jerusalem Frieden! Sicher mögen leben, die dich lieben. 7 Friede wohne in deinen Mauern, Sicherheit in deinen Palästen. 8 Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. 9 Um des Hauses des HERRN, unseres Gottes, willen suche ich dein Bestes. TVZ

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