Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
31 Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Völker werden sich vor ihm versammeln, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. 34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, empfangt als Erbe das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an. 35 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet. Ich war krank, und ihr habt euch meiner angenommen. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich bekleidet? 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird ihnen zur Antwort geben: Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er denen zur Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist für den Teufel und seine Engel! 42 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich war fremd, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt euch meiner nicht angenommen. 44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben nicht für dich gesorgt? 45 Dann wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan. 46 Und diese werden in die ewige Strafe gehen, die Gerechten aber ins ewige Leben. TVZ
14 Und der HERR sprach zu Mose: Sieh, die Zeit deines Todes ist nahe gekommen. Rufe Josua, und tretet ein in das heilige Zelt, damit ich ihm Befehle geben kann. Da ging Mose mit Josua, und sie traten ein in das heilige Zelt. 15 Und der HERR erschien im Zelt in einer Wolkensäule, und die Wolkensäule stand am Eingang des Zelts. 16 Und der HERR sprach zu Mose: Sieh, du legst dich nun zu deinen Vorfahren, und dieses Volk wird sich erheben und wird den fremden Göttern inmitten des Landes, in das es kommt, nachhuren, und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. 17 Dann wird mein Zorn gegen sie entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, und sie werden verzehrt werden. Und grosses Unglück und Not werden sie treffen, und zu jener Zeit werden sie sagen: Hat uns nicht all dies Unglück getroffen, weil unser Gott nicht mehr in unserer Mitte ist? 18 Ich aber werde zu jener Zeit mein Angesicht völlig verbergen wegen all des Bösen, das sie getan haben, weil sie sich anderen Göttern zugewendet haben. 19 Und nun schreibe dieses Lied auf, und lehre es die Israeliten, lege es ihnen in den Mund, damit dieses Lied für mich ein Zeuge sei gegen Israel. 20 Denn ich werde sie auf den Boden bringen, wie ich es ihren Vorfahren geschworen habe, in ein Land, in dem Milch und Honig fliessen, und sie werden essen und satt und fett werden, und dann werden sie sich anderen Göttern zuwenden, und sie werden ihnen dienen und mich verwerfen; so werden sie meinen Bund brechen. 21 Und wenn dann grosses Unglück und Not sie treffen werden, soll dieses Lied vor ihnen Zeugnis ablegen; denn es wird nicht vergessen werden im Mund ihrer Nachkommen. Denn ich kenne ihre Gedanken, die sie heute schon hegen, noch ehe ich sie in das Land gebracht habe, wie ich es ihren Vorfahren geschworen habe. 22 Und damals schrieb Mose dieses Lied auf und lehrte es die Israeliten. 23 Und er beauftragte Josua, den Sohn des Nun, und sprach: Sei mutig und stark. Denn du wirst Israel in das Land bringen, wie ich es ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein. TVZ
1 Der Mensch, geboren von der Frau, kurzlebig und voller Unruhe. 2 Er geht auf wie eine Blume und verwelkt, er flieht wie ein Schatten und hat keinen Bestand. 3 Und über ihm hältst du dein Auge offen, und ihn ziehst du vor dein Gericht. 4 Könnte ein Reiner vom Unreinen kommen? Nicht einer! 5 Wenn seine Tage feststehen, die Zahl seiner Monde bei dir, wenn du seine Grenzen gesetzt hast, die er nicht überschreiten kann, 6 dann blicke weg von ihm, dass er Ruhe findet, dass er sich seines Tages freuen kann wie ein Tagelöhner. TVZ
11 An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, und ihre Risse werde ich vermauern, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich werde sie bauen wie in früheren Tagen, 12 damit sie in Besitz nehmen, was von Edom übrig ist, und dazu alle Nationen, über denen mein Name ausgerufen ist. Spruch des HERRN, der dies tut. 13 Sieh, es kommen Tage, Spruch des HERRN, da geht, wer pflügt, hinter dem, der erntet, und wer die Trauben tritt, hinter dem, der sät, und die Berge triefen vom Saft der Trauben, und alle Hügel fliessen über davon. 14 Und das Geschick meines Volks Israel werde ich wenden: Sie werden verwüstete Städte aufbauen und darin wohnen und Weinberge pflanzen und ihren Wein trinken und Gärten anlegen und ihre Früchte essen. 15 Und ich pflanze sie ein in ihren Boden, und nie wieder werden sie ausgerissen aus ihrem Boden, den ich ihnen gegeben habe!, spricht der HERR, dein Gott. TVZ
1 Über Zeiten und Fristen aber, liebe Brüder und Schwestern, braucht euch niemand zu belehren. 2 Ihr wisst ja selber genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wenn die Leute sagen: Friede und Sicherheit, dann wird das Verderben so plötzlich über sie kommen wie die Wehen über die Schwangere, und es wird kein Entrinnen geben. 4 Ihr aber, liebe Brüder und Schwestern, lebt nicht in der Finsternis, so dass euch der Tag überraschen könnte wie ein Dieb. 5 Ihr seid ja alle ‹Söhne und Töchter des Lichts› und ‹Söhne und Töchter des Tages›; wir gehören nicht der Nacht noch der Finsternis. 6 Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein! 7 Wer schläft, schläft des Nachts, und wer sich betrinkt, ist des Nachts betrunken, 8 wir aber, die wir dem Tag gehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung. 9 Denn Gott hat uns nicht dazu bestimmt, dass wir dem Zorn verfallen, sondern dass wir die Rettung erlangen durch unseren Herrn Jesus Christus, 10 der für uns gestorben ist, damit wir alle miteinander, ob wir nun wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben werden. 11 Deshalb: Redet einander zu und richtet euch gegenseitig auf, wie ihr es ja tut. TVZ
1 Ein Gebet des Mose, des Gottesmanns. Herr, ein Hort warst du uns von Generation zu Generation. 2 Noch ehe Berge geboren wurden und Erde und Erdkreis in Wehen lagen, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3 Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschen. 4 Denn in deinen Augen sind tausend Jahre wie der gestrige Tag, wenn er vorüber ist, und wie eine Wache in der Nacht. 5 Du raffst sie dahin, ein Schlaf am Morgen sind sie und wie das Gras, das vergeht. 6 Am Morgen blüht es, doch es vergeht, am Abend welkt es und verdorrt. 7 Denn wir schwinden dahin durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden wir hinweggeschreckt. 8 Du hast unsere Sünden vor dich gestellt, unsere verborgene Schuld ins Licht deines Angesichts. 9 All unsere Tage gehen dahin unter deinem Zorn, unsere Jahre beenden wir wie einen Seufzer. 10 Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre. Und was an ihnen war, ist Mühsal und Trug. Denn schnell ist es vorüber, im Flug sind wir dahin. 11 Wer erkennt die Gewalt deines Zorns und deinen Grimm, wie es die Furcht vor dir verlangt? 12 Unsere Tage zu zählen, lehre uns, damit wir ein weises Herz gewinnen. 13 Kehre zurück, HERR! Wie lange noch? Habe Mitleid mit deinen Dienern. 14 Sättige uns am Morgen mit deiner Gnade, so werden wir jubeln und uns freuen alle unsere Tage. 15 Erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, wie wir Unglück schauten. 16 Lass deine Diener dein Walten schauen und ihre Kinder deine Herrlichkeit. 17 Und die Freundlichkeit des Herrn, unseres Gottes, sei über uns, gib dem Werk unserer Hände Bestand, ja, gib dem Werk unserer Hände Bestand. TVZ
2 Denn es heisst: Zu willkommener Zeit habe ich dich erhört, und am Tage der Rettung habe ich dir geholfen. Jetzt ist sie da, die ersehnte Zeit, jetzt ist er da, der Tag der Rettung. TVZ
20 Als er von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. 21 Man wird auch nicht sagen können: Hier ist es! oder: Dort ist es! Denn seht, das Reich Gottes ist mitten unter euch. 22 Zu den Jüngern aber sagte er: Es werden Tage kommen, da werdet ihr danach verlangen, auch nur einen der Tage des Menschensohnes zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen. 23 Und man wird zu euch sagen: Dort ist er! oder: Hier ist er! Geht nicht hin, lauft nicht hinterher! 24 Denn wie der Blitz, wenn er aufflammt, von einem Ende des Himmels bis zum anderen leuchtet, so wird es mit dem Menschensohn sein an seinem Tag. 25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. 26 Und wie es war in den Tagen Noahs, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: 27 Sie assen, tranken, heirateten und wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und alle zugrunde richtete. 28 Und es wird sein, wie es war in den Tagen Lots: Sie assen, tranken, kauften, verkauften, pflanzten und bauten. 29 An dem Tag aber, als Lot von Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle wurden zugrunde gerichtet. 30 So wird es auch sein an dem Tag, da der Menschensohn sich offenbaren wird. TVZ
18 Wenn Männer in Streit geraten und einer den andern mit einem Stein oder mit der Faust schlägt, so dass er zwar nicht stirbt, aber im Bett liegen muss, 19 später aber wieder aufstehen und draussen am Stock gehen kann, so bleibt straffrei, der geschlagen hat. Er muss ihn nur entschädigen für das Versäumte und für die Heilung aufkommen. 20 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er unter seiner Hand stirbt, muss es gerächt werden. 21 Bleibt er noch einen oder zwei Tage am Leben, so verfällt er nicht der Rache, denn es geht um sein eigenes Geld. 22 Wenn Männer miteinander raufen und dabei eine schwangere Frau stossen, so dass sie vorzeitig gebärt, sonst aber kein Schaden entsteht, wird der Schuldige mit einer Geldbusse bestraft, so wie der Ehemann der Frau sie ihm auferlegt, und er soll sie vor Richtern bezahlen. 23 Entsteht aber weiterer Schaden, sollst du Leben für Leben geben, 24 Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuss für Fuss, 25 Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme. 26 Wenn jemand seinem Sklaven oder seiner Sklavin ins Auge schlägt und es zerstört, soll er ihn für sein Auge freilassen. 27 Schlägt er seinem Sklaven - oder seiner Sklavin - einen Zahn aus, so soll er ihn für seinen Zahn freilassen. TVZ
21 Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, und wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken. 22 Denn so häufst du glühende Kohlen auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten. TVZ
