Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Freitag 7. Oktober 2022

Jeremia 39,15-18

15 An Jeremia aber war das Wort des HERRN ergangen, als er im Wachhof eingeschlossen war: 16 Geh und sage zu Ebed-Melech, dem Kuschiten: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Sieh, zum Bösen und nicht zum Guten bringe ich dieser Stadt meine Worte, und sie werden vor dir liegen an jenem Tag. 17 Dich aber werde ich retten an jenem Tag, Spruch des HERRN, und du wirst nicht in die Hand der Männer gegeben werden, vor denen du dich fürchtest. 18 Denn ich werde dich entkommen lassen, und du wirst nicht durch das Schwert fallen, sondern du wirst als Beute dein Leben haben, denn du hast mir vertraut! tvz

Donnerstag 6. Oktober 2022

Jeremia 39,11-14

11 Und Jeremia betreffend befahl Nebukadrezzar, der König von Babel, durch Nebusaradan, den Befehlshaber der Leibgarde, das Folgende: 12 Nimm ihn und achte auf ihn und tu ihm kein Leid an, sondern verfahre mit ihm so, wie er es dir sagen wird! 13 Da sandten Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibgarde, Nebuschasban, der Oberste der Eunuchen, Nergal-Sar-Ezer, der Rab-Mag, und alle Obersten des Königs von Babel, 14 sie also sandten hin und holten Jeremia aus dem Wachhof und übergaben ihn Gedaljahu, dem Sohn des Achikam, des Sohns von Schafan, um ihn in das Haus zu holen. Und er wohnte beim Volk. tvz

Mittwoch 5. Oktober 2022

Jeremia 39,1-10

39 1 Im neunten Jahr des Zidkijahu, des Königs von Juda, im zehnten Monat, zog Nebukadrezzar, der König von Babel, mit seinem ganzen Heer gegen Jerusalem, und sie belagerten es. 2 Im elften Jahr des Zidkijahu, im vierten Monat, am neunten des Monats, wurde die Stadt aufgebrochen, 3 und alle Obersten des Königs von Babel kamen und blieben im mittleren Tor: Nergal-Sar-Ezer, Samgar-Nebu-Sar-Sechim, der Oberste der Eunuchen, Nergal-Sar-Ezer, der Rab-MagA, und alle übrigen Fürsten des Königs von Babel. 4 Und als Zidkijahu, der König von Juda, und alle Krieger sie sahen, flohen sie, und in der Nacht machten sie einen Ausfall aus der Stadt auf dem Weg zum Garten des Königs durch ein Tor zwischen den beiden Mauern, und der König zog hinaus auf dem Weg zur Araba. 5 Das Heer der Kasdäer aber verfolgte sie, und in den Steppen von Jericho holten sie Zidkijahu ein. Da fassten sie ihn und führten ihn hinauf zu Nebukadrezzar, dem König von Babel, nach Ribla im Land Chamat, und dieser sprach die Urteile über ihn. 6 Und in Ribla schlachtete der König von Babel die Söhne Zidkijahus vor dessen Augen ab, und auch alle Vornehmen von Juda schlachtete der König von Babel ab. 7 Und die Augen Zidkijahus blendete er, dann legte er ihn in doppelte Ketten, um ihn nach Babel zu bringen. 8 Und das Haus des Königs und die Häuser des Volks verbrannten die Kasdäer im Feuer, und die Mauern von Jerusalem rissen sie nieder. 9 Und den Rest des Volks, jene, die übrig geblieben waren in der Stadt, und die Überläufer, die übergelaufen waren zu ihm, und den Rest des Volks, jene, die übrig geblieben waren, führte Nebusar-Adan, der Befehlshaber der Leibgarde, nach Babel in die Verbannung. 10 Vom Volk aber, von den Ärmsten, die nichts besassen, liess Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibgarde, an jenem Tag einige zurück im Land Juda und gab ihnen Weinberge und Äcker. tvz

Dienstag 4. Oktober 2022

Jeremia 38,24-28

24 Da sagte Zidkijahu zu Jeremia: Von diesen Worten soll niemand etwas erfahren, damit du nicht stirbst. 25 Wenn aber die Oberen hören, dass ich mit dir geredet habe, werden sie zu dir kommen und zu dir sagen: Berichte uns doch, was du dem König gesagt hast; verheimliche nichts vor uns, dann werden wir dich nicht töten. Und was hat der König dir gesagt? 26 Dann sage ihnen: Ich habe mein Flehen niedergelegt vor dem König, er möge mich nicht zurückschicken in das Haus des Jehonatan, dass ich dort nicht sterbe. 27 Und es kamen alle Fürsten zu Jeremia und befragten ihn. Und er gab ihnen Auskunft gemäss all jenen Worten, die ihm der König aufgetragen hatte. Da verstummten sie vor ihm, denn niemand hatte das Gespräch mitgehört. 28 Und Jeremia blieb im Wachhof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem eingenommen wurde. - Und dies geschah, als Juda eingenommen wurde. tvz

Montag 3. Oktober 2022

Jeremia 38,19-23

19 Da sagte König Zidkijahu zu Jeremia: Mir ist bange wegen der Judäer, die zu den Kasdäern übergelaufen sind, dass man mich in ihre Hand gibt und sie mir übel mitspielen. 20 Jeremia aber sagte: Man wird dich nicht ausliefern! Höre doch auf die Stimme des HERRN in dem, was ich dir sage, damit es dir gut geht und du am Leben bleibst. 21 Wenn du dich aber weigerst, hinauszugehen - dies ist, was der HERR mich hat sehen lassen: 22 Sieh, alle Frauen, die übrig geblieben sind im Haus des Königs von Juda, werden hinausgeführt zu den Fürsten des Königs von Babel, und dabei sagen sie: Hinters Licht geführt und überwältigt haben dich die Männer deines Vertrauens, im Sumpf haben sie deine Füsse versinken lassen, sie aber sind entwichen. 23 Und alle deine Frauen und deine Kinder werden hinausgebracht zu den Kasdäern, und du selbst wirst dich nicht retten können aus ihrer Hand, sondern von der Hand des Königs von Babel wirst du ergriffen werden, und diese Stadt wird im Feuer verbrannt werden. tvz

 

Sonntag 2. Oktober 2022

Jeremia 38,14-18

14 König Zidkijahu aber sandte hin und holte Jeremia, den Propheten, zu sich, an den dritten Eingang im Haus des HERRN. Und der König sagte zu Jeremia: Ich stelle dir eine Frage; verheimliche nichts vor mir. 15 Jeremia aber sagte zu Zidkijahu: Wenn ich dir Auskunft gebe, wirst du mich dann nicht mit Sicherheit töten? Und wenn ich dir einen Rat gebe, wirst du ja doch nicht auf mich hören. 16 Da schwor König Zidkijahu dem Jeremia im Verborgenen: So wahr der HERR lebt, der uns dieses Leben erschaffen hat, ich werde dich nicht töten und dich nicht in die Hand dieser Männer geben, die dir nach dem Leben trachten! 17 Und Jeremia sprach zu Zidkijahu: So spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du hinausgehst zu den Fürsten des Königs von Babel, bleibt dir das Leben erhalten, und diese Stadt wird nicht im Feuer verbrannt, und du bleibst am Leben, du und dein Haus. 18 Wenn du aber nicht hinausgehst zu den Fürsten des Königs von Babel, wird diese Stadt in die Hand der Kasdäer gegeben werden, und sie werden sie im Feuer verbrennen, und du selbst wirst dich nicht retten können aus ihrer Hand. tvz

Samstag 1. Oktober 2022

Jeremia 38,7-13

7 Ebed-Melech aber, der Kuschit, ein Eunuch, der gerade im Haus des Königs war, hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte; der König aber hielt sich gerade im Benjamin-Tor auf. 8 Und Ebed-Melech verliess das Haus des Königs und redete mit dem König, um ihm zu sagen: 9 Mein Herr und König, diese Männer haben übel gehandelt mit allem, was sie Jeremia, dem Propheten, angetan haben; sie haben ihn in die Zisterne geworfen, damit er da, wo er ist, vor Hunger sterbe. Denn es gibt kein Brot mehr in der Stadt! 10 Da gebot der König dem Ebed-Melech, dem Kuschiten: Nimm von hier drei Männer mit dir und hole Jeremia, den Propheten, aus der Zisterne, bevor er stirbt. 11 Und Ebed-Melech nahm die Männer mit sich und kam in das Haus des Königs, unter die Vorratskammer, und von dort nahm er Lumpen, zerschlissene Kleider und Kleiderfetzen, und diese liess er an Stricken hinab zu Jeremia in die Zisterne. 12 Und Ebed-Melech, der Kuschit, sagte zu Jeremia: Lege die Lumpen, die zerschlissenen Kleider und die Kleiderfetzen in deine Achselhöhlen, über die Seile. Und Jeremia machte es so. 13 Dann zog man Jeremia an den Seilen heraus, und so holte man ihn aus der Zisterne. Und Jeremia blieb im Wachhof. tvz

Freitag 30. September 2022

Jeremia 38,1-6

38 1 Schefatja aber, der Sohn des Mattan, und Gedaljahu, der Sohn des Paschchur, und Juchal, der Sohn des Schelemjahu, und Paschchur, der Sohn des Malkija, hörten von den Worten, die Jeremia zum ganzen Volk sprach, als er sagte: 2 So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, wird durch das Schwert, den Hunger oder die Pest sterben; wer aber hinausgeht zu den Kasdäern, bleibt am Leben, er wird als Beute sein Leben haben und überleben. 3 So spricht der HERR: Diese Stadt wird in die Gewalt des Heers des Königs von Babel gegeben werden, und er wird sie einnehmen! 4 Da sagten die Oberen zum König: Dieser Mann sollte getötet werden, denn er entmutigt die Krieger, die übrig geblieben sind in dieser Stadt, und das ganze Volk,A wenn er Worte wie diese zu ihnen redet. Nicht das Wohlergehen dieses Volkes will dieser Mann, sondern das Unheil! 5 Und König Zidkijahu sprach: Seht, er ist in eurer Hand, denn der König kann euch nichts entgegensetzen. 6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Malkijahu, des Königssohns, die sich im Wachhof befand, und an Stricken liessen sie Jeremia hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm, und Jeremia sank ein im Schlamm. tvz

Donnerstag 29. September 2022

Jeremia 37,17-21

17 König Zidkijahu aber sandte hin und holte ihn. Und in seinem Haus befragte der König ihn im Verborgenen und sagte: Gibt es ein Wort vom HERRN? Und Jeremia sagte: Es gibt eines! Und er sprach: In die Hand des Königs von Babel wirst du gegeben werden! 18 Dann aber sagte Jeremia zu König Zidkijahu: Wodurch bin ich an dir, an deinen Dienern und an diesem Volk schuldig geworden, dass ihr mich in den Kerker geworfen habt? 19 Wo sind denn eure Propheten, die euch geweissagt haben: Der König von Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen? 20 Und nun höre doch, mein Herr und König! Möge mein Flehen vor dich gelangen, und schick mich nicht zurück in das Haus Jehonatans, des Schreibers, damit ich dort nicht sterbe. 21 Da gab König Zidkijahu Befehl, und man verwahrte Jeremia im Wachhof und gab ihm täglich ein Rundbrot aus der Bäckergasse, bis alles Brot in der Stadt aufgebraucht war. Und Jeremia blieb im Wachhof. tvz

Mittwoch 28. September 2022

Jeremia 37,11-16

11 Und als das Heer der Kasdäer von Jerusalem wegzog vor dem Heer des Pharao, 12 verliess Jeremia Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und dort an einer Erbschaftsteilung teilzunehmen, im Kreis des Volks. 13 Als er aber im Benjamin-Tor war, war dort ein Wachhabender, und dessen Name war Jirija, der Sohn des Schelemja, des Sohns von Chananja, und dieser ergriff Jeremia, den Propheten, und sagte: Du willst überlaufen zu den Kasdäern! 14 Jeremia aber sagte: Lüge! Ich will nicht zu den Kasdäern überlaufen! Er aber hörte nicht auf ihn, und so ergriff Jirija den Jeremia und brachte ihn zu den Oberen. 15 Und die Oberen waren zornig über Jeremia und schlugen ihn und warfen ihn ins Gefängnis im Haus des Jehonatan, des Schreibers, denn dieses hatte man zum Kerker gemacht. 16 So kam Jeremia in das Zisternenhaus, in die Gewölbe, und dort blieb Jeremia lange Zeit. tvz

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