Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Dienstag 25. Oktober 2022

Jeremia 46,2a.3-6

2 Über Ägypten Gegen das Heer des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, das am Strom Eufrat in Karkemisch lag, das Nebukadrezzar, der König von Babel, schlug im vierten Jahr des Jehojakim, des Sohns von Joschijahu, dem König von Juda: 3 Macht Kleinschild und Setzschild bereit und rückt aus in die Schlacht! 4 Spannt die Pferde an und sitzt auf, ihr Reiter! Und tretet an, behelmt! Poliert die Lanzen, legt die Panzer um! 5 Warum sind sie schreckerfüllt, wie ich es gesehen habe, warum weichen sie zurück, und warum werden ihre Helden versprengt? Und in hastiger Flucht sind sie geflohen, und sie sehen sich nicht um. Grauen ringsum! 6 Der Schnelle versuche nicht, zu fliehen, und der Held versuche nicht, sich zu retten. Im Norden, am Ufer des Stroms Eufrat, sind sie gestrauchelt und gefallen. tvz

Montag 24. Oktober 2022

Jeremia 45,1-5

45 1 Das Wort, das Jeremia, der Prophet, zu Baruch, dem Sohn des Nerija, gesprochen hat, als Baruch diese Worte nach dem Diktat Jeremias in ein Buch schrieb, im vierten Jahr des Jehojakim, des Sohns von Joschijahu, des Königs von Juda: 2 So spricht der HERR, der Gott Israels, über dich, Baruch: 3 Du hast gesagt: Wehe mir, denn zu meinem Schmerz hat der HERR noch Kummer hinzugefügt. Müde geworden bin ich von meinem Seufzen, und Ruhe finde ich nicht. 4 So sollst du zu ihm sagen: So spricht der HERR: Sieh, was ich gebaut habe, reisse ich nieder, und was ich gepflanzt habe, reisse ich aus - das ganze Land! 5 Und du trachtest nach Grossem für dich! Trachte nicht danach. Denn sieh, ich bringe Unheil über alles Fleisch, dir aber gebe ich als Beute dein Leben, an allen Orten, wohin du auch gehst. tvz

Sonntag 23. Oktober 2022

Jeremia 44,20-30

20 Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, zu den Männern und zu den Frauen, zum ganzen Volk, das ihm antwortete: 21 Das Rauchopfer, das ihr dargebracht habt in den Städten Judas und in den Gassen von Jerusalem, ihr und eure Vorfahren, eure Könige und eure Fürsten und das Volk des Landes - hat der HERR sich nicht daran erinnert, und ist es nicht aufgestiegen in sein Herz? 22 Und der HERR konnte es nicht länger ertragen, wegen der Bosheit eurer Taten, wegen der Abscheulichkeiten, die ihr verübt habt, und so ist euer Land zur Trümmerstätte geworden und verwüstet worden und zur Verfluchung geworden, niemand wohnt mehr darin, wie es heute der Fall ist. 23 Weil ihr Rauchopfer dargebracht und gegen den HERRN gesündigt und nicht auf die Stimme des HERRN gehört habt und nicht nach seiner Weisung, nach seinen Satzungen und nach seinen Mahnungen gelebt habt, darum ist euch dieses Unheil widerfahren, wie es heute der Fall ist! 24 Und Jeremia sprach zum ganzen Volk und zu allen Frauen: Hört das Wort des HERRN, ganz Juda, die ihr im Land Ägypten seid! 25 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr und eure Frauen, mit eurem Mund habt ihr gesprochen, und mit euren Händen habt ihr es ausgeführt; ihr habt gesagt: Unsere Gelübde, die wir gelobt haben, werden wir erfüllen: Wir wollen der Himmelskönigin Rauchopfer darbringen und ihr Trankopfer spenden! Eure Gelübde wollt ihr halten, und eure Gelübde wollt ihr erfüllen! 26 Darum hört das Wort des HERRN, ganz Juda, die ihr im Land Ägypten wohnt! Seht, bei meinem grossen Namen habe ich es geschworen, spricht der HERR: Nie wieder soll irgendwo im Land Ägypten mein Name genannt werden im Mund irgendeines Mannes aus Juda, der sagt: So wahr Gott der HERR lebt! 27 Sieh, im Bösen und nicht im Guten wache ich über sie. Und alle Männer aus Juda, die im Land Ägypten sind, werden umkommen durch das Schwert und vor Hunger, bis sie ganz ausgerottet sind. 28 Vor dem Schwert Gerettete aber werden zurückkehren aus dem Land Ägypten in das Land Juda, wenige, damit der ganze Rest von Juda, die, die ins Land Ägypten gekommen sind, um dort als Fremde zu bleiben, erkennt, wessen Wort sich erfüllt, meines oder das ihre. 29 Und dies wird das Zeichen für euch sein, dass ich euch heimsuche an dieser Stätte, damit ihr erkennt, dass meine Worte sich erfüllen zu eurem Unheil: 30 So spricht der HERR: Sieh, ich gebe Pharao Chofra, den König von Ägypten, in die Hand seiner Feinde und in die Hand derer, die ihm nach dem Leben trachten, wie ich Zidkijahu, den König von Juda, in die Hand Nebukadrezzars gegeben habe, des Königs von Babel, seines Feinds - dessen, der ihm nach dem Leben trachtete. tvz

Samstag 22. Oktober 2022

Jeremia 44,15-19

15 Und alle Männer, die wussten, dass ihre Frauen anderen Göttern Rauchopfer darbrachten, und alle Frauen, die dabeistanden, eine grosse Versammlung, und alles Volk, das im Land Ägypten, in Patros, wohnte, sie antworteten Jeremia: 16 Das Wort, das du zu uns gesprochen hast im Namen des HERRN - wir hören nicht auf dich! 17 Vielmehr werden wir jedes Wort ausführen, das hervorgegangen ist aus unserem Mund: Der Himmelskönigin wollen wir Rauchopfer darbringen, und ihr wollen wir Trankopfer spenden, wie wir es getan haben, wir und unsere Vorfahren, unsere Könige und unsere Fürsten, in den Städten Judas und in den Gassen von Jerusalem. Da konnten wir uns satt essen mit Brot, und wir waren glücklich und haben kein Unheil gesehen! 18 Seit wir aber aufgehört haben, der Himmelskönigin Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer zu spenden, mangelt es uns an allem, und wir kommen um durch das Schwert und vor Hunger. 19 Und wenn wir der Himmelskönigin Rauchopfer darbringen und ihr Trankopfer spenden, haben wir ihr etwa ohne das Wissen unserer Männer Opferkuchen zubereitet, um sieA nachzubilden, und ihr Trankopfer gespendet? tvz

Freitag 21. Oktober 2022

Jeremia 44,11-14

11 Darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Seht, im Bösen richte ich mein Angesicht auf euch: Ganz Juda will ich ausrotten! 12 Und den Rest von Juda werde ich nehmen, jene, die entschlossen sind, ins Land Ägypten zu ziehen, um dort als Fremde zu bleiben, und sie alle werden umkommen, im Land Ägypten werden sie fallen, durch das Schwert, vor Hunger werden sie umkommen, vom Kleinsten bis zum Grössten, durch das Schwert und vor Hunger werden sie sterben. Und sie werden zum Fluchwort, werden verwüstet sein, und sie werden zur Verfluchung und zum Hohn. 13 Und die im Land Ägypten wohnen, werde ich heimsuchen, wie ich Jerusalem heimgesucht habe: mit dem Schwert, dem Hunger und der Pest. 14 Und vom Rest Judas, von denen, die kommen, um dort, im Land Ägypten, als Fremde zu bleiben, wird keiner gerettet werden und keiner entrinnen, um zurückzukehren ins Land Juda, wohin sie sich zurückzukehren sehnen, um dort zu wohnen. Sie werden nicht zurückkehren, bis auf die Geretteten! tvz

Donnerstag 20. Oktober 2022

Jeremia 44,1-10

44 1 Das Wort, das an Jeremia erging für alle Judäer, die im Land Ägypten wohnten, die in Migdol und in Tachpanches und in Nof und im Land Patros wohnten: 2 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr selbst habt all das Unheil gesehen, das ich über Jerusalem und über alle Städte von Juda gebracht habe: Seht, heute sind sie eine Trümmerstätte, und niemand wohnt darin 3 wegen ihrer Bosheit, die sie verübt haben, da sie mich gereizt haben und gegangen sind, Rauchopfer darzubringen und anderen Göttern zu dienen, die sie nicht kannten, die ihr nicht kennt und die eure Vorfahren nicht gekannt haben. 4 Und ich habe alle meine Diener, die Propheten, zu euch gesandt, immer wieder mit Eifer gesandt, um zu sagen: Verübt doch nicht diese Abscheulichkeit, die ich hasse! 5 Sie aber haben nicht gehört und haben mir ihr Ohr nicht geneigt, so dass sie von ihrer Bosheit zurückgekehrt wären und anderen Göttern keine Rauchopfer dargebracht hätten. 6 Da hat mein Zorn, meine Wut, sich ergossen, und in den Städten Judas und in den Gassen von Jerusalem hat er gelodert, und sie sind zur Trümmerstätte geworden, sind verwüstet worden, wie es heute der Fall ist. 7 Und nun, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Warum tut ihr euch selbst so grosses Unheil an, dass ihr bei euch Mann und Frau, Kind und Säugling ausrottet aus Juda und euch keinen Rest übrig lasst, 8 indem ihr mich reizt durch die Machwerke eurer Hände, indem ihr anderen Göttern Rauchopfer darbringt im Land Ägypten, wohin ihr gehen wollt, um dort als Fremde zu bleiben, und euch so selbst ausrottet und zur Verfluchung und zum Hohn werdet bei allen Nationen der Erde? 9 Habt ihr die Bosheiten eurer Vorfahren und die Bosheiten der Könige von Juda und die Bosheiten seiner Fürsten und eure eigenen Bosheiten und die Bosheiten eurer Frauen vergessen, die sie im Land Juda begangen haben und in den Gassen von Jerusalem? 10 Auch heute noch sind sie nicht zerknirscht, und sie haben sich nicht gefürchtet und haben nicht nach meiner Weisung gelebt und in meinen Satzungen, die ich euch und euren Vorfahren vorgelegt habe. tvz

Mittwoch 19. Oktober 2022

Jeremia 43,8-13

8 Und das Wort des HERRN erging an Jeremia in Tachpanches: 9 Nimm grosse Steine mit und vergrabe sie im Lehmboden bei der Ziegelterrasse, die am Eingang des Hauses des Pharao in Tachpanches ist, vor den Augen judäischer Männer, 10 und sprich zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Seht, ich sende hin und hole Nebukadrezzar, den König von Babel, meinen Diener, und über diesen Steinen, die ich verborgen habe, werde ich seinen Thron aufstellen, und er wird darüber seinen PrachtteppichA ausbreiten. 11 Und er wird kommen und das Land Ägypten schlagen: Was dem Tod gehört, gehört dem Tod, und was der Gefangenschaft gehört, gehört der Gefangenschaft, und was dem Schwert gehört, gehört dem Schwert. 12 Und an die Häuser der Götter von Ägypten werde ich Feuer legen, und er wird sie verbrennen und sie in die Gefangenschaft führen. Und er wird das Land Ägypten entlausen, wie der Hirt sein Gewand entlaust, und dann wird er wohlbehalten fortziehen von dort. 13 Und die MazzebenA von Bet-Schemesch im Land Ägypten wird er zerbrechen, und die Häuser der Götter von Ägypten wird er im Feuer verbrennen. tvz

Dienstag 18. Oktober 2022

Jeremia 43,1-7

43 1 Und als Jeremia zum ganzen Volk alle Worte des HERRN, ihres Gottes, gesprochen hatte, all jene Worte, mit denen der HERR, ihr Gott, ihn zu ihnen gesandt hatte, 2 da sagten Asarja, der Sohn des Hoschaja, und Jochanan, der Sohn des Kareach, und all die vermessenen Männer - sie sagten zu Jeremia: Lüge ist, was du sagst! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht gesandt, um zu sagen: Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um dort als Fremde zu bleiben! 3 Vielmehr stachelt Baruch, der Sohn des Nerija, dich gegen uns auf, damit man uns in die Hand der Kasdäer gibt, dass sie uns töten oder uns nach Babel in die Verbannung führen. 4 Und Jochanan, der Sohn des Kareach, und alle Anführer der Heere und das ganze Volk hörten nicht auf die Stimme des HERRN, im Land Juda zu bleiben. 5 Und Jochanan, der Sohn des Kareach, und alle Anführer der Heere nahmen den ganzen Rest von Juda, alle, die zurückgekehrt waren aus all den Nationen, unter die sie versprengt worden waren, um im Land Juda zu bleiben: 6 die Männer und die Frauen und die Kinder und die Töchter des Königs, alle, die Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibgarde, bei Gedaljahu gelassen hatte, dem Sohn des Achikam, des Sohns von Schafan, auch Jeremia, den Propheten, und Baruch, den Sohn des Nerijahu. 7 Und sie kamen ins Land Ägypten, denn sie hatten nicht auf die Stimme des HERRN gehört. Und sie kamen nach Tachpanches. tvz

Montag 17. Oktober 2022

Jeremia 42,13-22

13 Wenn ihr aber sagt: Wir bleiben nicht in diesem Land!, und nicht auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, hört 14 und sagt: Nein! Ins Land Ägypten werden wir ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und den Klang des Schofar nicht hören werden und auch nicht nach Brot hungern, und dort werden wir bleiben! - 15 nun denn, darum hört das Wort des HERRN, Rest von Juda: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn ihr wirklich entschlossen seid, nach Ägypten zu ziehen, und ihr zieht hin, um dort als Fremde zu bleiben, 16 wird euch dort das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, einholen, im Land Ägypten, und der Hunger, vor dem euch bange ist, wird euch dort, in Ägypten, verfolgen, und ihr werdet dort sterben. 17 Und all die Männer, die entschlossen sind, nach Ägypten zu ziehen, um dort als Fremde zu bleiben, werden durch das Schwert, vor Hunger oder an der Pest sterben, und keiner von ihnen wird entrinnen, und keiner wird sich retten können vor dem Unheil, das ich über sie bringe. 18 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wie meine Wut, mein Zorn, sich ergossen hat über die Bewohner Jerusalems, so wird mein Zorn sich über euch ergiessen, wenn ihr nach Ägypten zieht. Und ihr werdet zum Fluchwort werden und verwüstet sein, ihr werdet zur Verfluchung und zum Hohn, und niemals wieder werdet ihr diese Stätte sehen! 19 Der HERR hat zu euch gesprochen, Rest von Juda: Zieht nicht nach Ägypten. Ihr wisst sehr gut, dass ich euch heute ermahnt habe! 20 Denn um den Preis eures Lebens habt ihr versucht, abzulenken, da ihr mich zum HERRN, eurem Gott, gesandt habt mit den Worten: Bete für uns zum HERRN, unserem Gott! Und alles, was der HERR, unser Gott, sagt, teile uns mit, und wir werden es tun! 21 Und heute habe ich es euch mitgeteilt, ihr aber habt nicht auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, gehört und nicht auf all das, womit er mich zu euch gesandt hat. 22 Und nun wisst ihr sehr gut, dass ihr sterben werdet durch das Schwert, vor Hunger oder an der Pest, an der Stätte, wohin ihr ziehen wolltet, um dort als Fremde zu bleiben. tvz

Sonntag 16. Oktober 2022

Jeremia 42,7-12

7 Und nach zehn Tagen erging das Wort des HERRN an Jeremia. 8 Da rief er Jochanan, den Sohn des Kareach, und alle Heerführer, die bei ihm waren, sowie das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Grössten, 9 und sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, um ihm euer Flehen nahe zu bringen: 10 Wenn ihr wirklich in diesem Land bleibt, werde ich euch aufbauen und nicht niederreissen, und ich werde euch einpflanzen und nicht ausreissen, denn ich bedaure das Unheil, das ich euch angetan habe. 11 Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr euch jetzt fürchtet. Fürchtet euch nicht vor ihm, Spruch des HERRN, denn ich bin bei euch, um euch zu helfen und euch aus seiner Hand zu retten. 12 Und ich werde euch Barmherzigkeit widerfahren lassen, und er wird sich eurer erbarmen und euch zurückbringen auf euren Boden. tvz

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