Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament.
Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0
Jesaja 46,8-11
8 Denkt daran, und verhaltet euch wie Männer, ihr Abtrünnigen, nehmt es zu Herzen! 9 Denkt an den Anfang, an das, was schon immer war: Ich bin Gott und keiner sonst, ich bin Gott, und meinesgleichen gibt es nicht: 10 Der von Anfang an kundtut, wie es endet, und schon in frühester Zeit, was noch ungeschehen ist, der sagt: Was ich geplant habe, wird sich erfüllen, und was immer mir gefällt, das führe ich aus, 11 der ich den Raubvogel rufe vom Aufgang der Sonne, aus einem Land in der Ferne den Mann meines Plans. Ich habe gesprochen! Ich lasse es kommen! Ich habe es entworfen, ich führe es aus!
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Johannes 10,1-6
10 1 Amen, amen, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Pferch der Schafe hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. 3 Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft die eigenen Schafe mit Namen und führt sie hinaus. 4 Wenn er die eigenen Schafe alle hinausgetrieben hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden ihm davonlaufen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6 Dieses Bildwort sprach Jesus zu ihnen. Sie aber verstanden den Sinn seiner Rede nicht.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Jesaja 46,5-7
5 Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und wem mich ähnlich machen, dass wir uns glichen? 6 Die Gold aus dem Beutel anbieten und Silber abwiegen mit der Waage, sie stellen einen Schmied an, damit er einen Gott daraus mache, sie beugen sich, werfen sich sogar nieder! 7 Sie tragen ihn auf der Schulter, sie schleppen ihn, um ihn an seinem Ort abzusetzen, und dann steht er da: Er rührt sich nicht von der Stelle. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, niemandem hilft er aus der Not.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Johannes 9,39-41
39 Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, dass die, die nicht sehen, sehend und die Sehenden blind werden. 40 Das hörten einige von den Pharisäern, die bei ihm waren, und sie sagten zu ihm: Sind etwa auch wir blind? 41 Jesus sagte zu ihnen: Wärt ihr blind, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.
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Jesaja 46,3-4
3 Hört auf mich, Haus Jakob, und ihr, der ganze Rest des Hauses Israel, die ihr mir schon im Leib eurer Mutter aufgeladen worden seid und die ihr vom Mutterschoss an getragen worden seid: 4 Bis in euer Alter bin ich es und bis ins hohe Alter: Ich bin es, der euch schleppt. Ich habe es getan, und ich werde tragen, und ich werde euch schleppen und euch retten.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Johannes 9,35-38
35 Jesus hörte, dass sie ihn ausgestossen hatten; und als er ihn traf, sprach er: Glaubst du an den Menschensohn? 36 Jener entgegnete: Sag mir, wer es ist, Herr, damit ich an ihn glauben kann! 37 Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn gesehen. Der mit dir redet, der ist es. 38 Er sagte: Ich glaube, Herr. Und er warf sich vor ihm nieder.
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Jesaja 46,1-2
46 1 Bel ist in die Knie gegangen, Nebo krümmte sich, den Tieren waren ihre Götzenbilder anvertraut worden, dem Vieh; eure Bilder, die man tragen muss, waren den Erschöpften als Last aufgeladen worden. 2 Sie krümmten sich, gingen allesamt in die Knie, sie konnten die Last nicht retten, und sie selbst gingen in die Gefangenschaft.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Johannes 9,24-34
24 Da riefen sie den Menschen, der blind gewesen war, ein zweites Mal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. 25 Jener antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiss ich nicht. Ich weiss bloss eines: Ich war blind, und jetzt sehe ich. 26 Da sagten sie zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen aufgetan? 27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht zugehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden? 28 Und sie beschimpften ihn und sagten: Du bist einer seiner Jünger, wir aber sind Jünger des Mose. 29 Wir wissen, dass Gott mit Mose geredet hat. Von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist. 30 Der Mensch entgegnete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat mir doch die Augen aufgetan. 31 Wir wissen, dass Gott keine Sünder erhört; wer aber gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. 32 Von Ewigkeit her hat man nicht vernommen, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen aufgetan hat. 33 Wäre dieser nicht von Gott, könnte er nichts tun. 34 Sie entgegneten ihm: In Sünden bist du geboren, ganz und gar, und du willst uns lehren? Und sie stiessen ihn aus.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Jesaja 45,24-25
24 Nur beim HERRN - er hat es mir gesagt - ist die Fülle von Gerechtigkeit und die Stärke. Zu ihm wird man kommen, und schämen müssen sich alle, die mit ihm gehadert haben. 25 Die ganze Nachkommenschaft Israels wird gerecht sein durch den HERRN und sich preisen.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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Johannes 9,18-23
18 Die Juden nun wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern gesprochen hätten - die Eltern dessen, der sehend geworden war. 19 Und sie fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wieso sieht er denn jetzt? 20 Da entgegneten seine Eltern: Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. 21 Wieso er aber jetzt sieht, wissen wir nicht, und wer ihm die Augen aufgetan hat - wir wissen es nicht. Fragt doch ihn, er ist alt genug. Er kann selber über sich Auskunft geben. 22 Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten. Denn die Juden waren schon übereingekommen, dass aus der Synagoge ausgeschlossen werde, wer ihn als Christus bekenne. 23 Darum sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt doch ihn.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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