Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Johannes 8,37-48 37 Ich weiss, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort keinen Platz bei euch findet. 38 Ich spreche von dem, was ich beim Vater gesehen habe; und ihr tut, was ihr vom Vater gehört habt. 39 Sie entgegneten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagt zu ihnen: Wärt ihr Abrahams Kinder, würdet ihr die Werke Abrahams tun. 40 Nun aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. 41 Ihr tut die Werke eures eigentlichen Vaters. Da sagten sie zu ihm: Wir sind nicht aus Unzucht hervorgegangen; wir haben einen einzigen Vater, Gott. 42 Jesus sagt zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, würdet ihr mich lieben. Denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Nicht von mir aus bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. 43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und ihr wollt tun, was er begehrt. Jener war ein Mörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er lügt, redet er aus dem Eigenen, denn ein Lügner ist er und der Vater der Lüge. 45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich der Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 47 Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes; ihr hört nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. 48 Die Juden entgegneten ihm: Sagen wir nicht zu Recht, dass du ein Samaritaner bist und einen Dämon hast?
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Jesaja 45,12-13a 12 Ich - ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich - meine Hände haben den Himmel ausgespannt, und all sein Heer habe ich befehligt. 13 Ich - in Gerechtigkeit habe ich ihn erweckt, und alle seine Wege mache ich eben.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Johannes 8,31-36 31 Da sagte Jesus zu den Juden, die ihm Vertrauen geschenkt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. 33 Sie antworteten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und nie jemandes Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? 34 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Jeder, der tut, was die Sünde will, ist ein Sklave der Sünde. 35 Der Sklave aber bleibt nicht auf ewig im Haus, der Sohn bleibt auf ewig. 36 Wenn also der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Jesaja 45,9-11 9 Wehe dem, der rechtet mit dem, der ihn gestaltet hat: eine Tonscherbe unter irdenen Scherben! Sagt denn der Lehm zu dem, der ihn gestaltet: Was tust du? Und sagt dein Werk: Er hat keine Hände? 10 Wehe dem, der zum Vater sagt: Was zeugst du?, und zur Frau: Was liegst du in Wehen? 11 So spricht der HERR, der Heilige Israels und sein Schöpfer: Die Dinge, die kommen - man befragt mich über meine Kinder, und für das Werk meiner Hände macht ihr mir Vorschriften.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Johannes 8,21-29 21 Nun sagte er wieder zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen. 22 Da sagten die Juden: Will er sich etwa selber töten, dass er sagt: Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen? 23 Und er sagte zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 24 Nun habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet. Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben. 25 Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Jesus sagte zu ihnen: Was rede ich überhaupt noch mit euch? 26 Ich hätte viel zu reden und zu richten über euch. Aber der mich gesandt hat, ist glaubwürdig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zur Welt. 27 Sie erkannten nicht, dass er vom Vater zu ihnen sprach. 28 Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und dass ich von mir aus nichts tue, sondern so rede, wie mich der Vater gelehrt hat. 29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er hat mich nicht allein gelassen, denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Jesaja 45,8 8 Ergiesse dich, Himmel, von oben, und die Wolken sollen überfliessen vor Recht! Die Erde soll sich öffnen, damit sie Heil tragen als Frucht, und zugleich lasse sie Gerechtigkeit spriessen! Ich, der HERR, habe es erschaffen
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Johannes 8,12-20 12 Ein andermal sagte Jesus zu ihnen: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben. 13 Da sagten die Pharisäer zu ihm: Du legst ja über dich selbst Zeugnis ab. Dein Zeugnis ist nicht glaubwürdig. 14 Jesus entgegnete ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis glaubwürdig, denn ich weiss, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wisst nicht, woher ich komme noch wohin ich gehe. 15 Ihr urteilt nach dem Fleisch, ich urteile über niemanden. 16 Und wenn ich urteile, ist mein Urteil gültig, denn nicht ich allein spreche das Urteil, sondern ich und der mich gesandt hat, der Vater. 17 Und in eurem Gesetz steht geschrieben, dass das Zeugnis zweier Menschen gültig ist: 18 Ich bin es, der Zeugnis ablegt über mich, und der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis ab über mich. 19 Da sagten sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Weder mich noch meinen Vater kennt ihr. Würdet ihr mich kennen, würdet ihr auch meinen Vater kennen. 20 Diese Worte sprach er beim Opferstock, als er im Tempel lehrte. Und niemand nahm ihn fest, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Jesaja 45,4-7 4 Um meines Dieners Jakob willen, um Israels, meines Erwählten, willen, deshalb habe ich dich bei deinem Namen gerufen. Ich gebe dir einen Ehrennamen, auch wenn du mich nicht erkannt hast. 5 Ich bin der HERR und keiner sonst, ausser mir gibt es keinen Gott. Ich gürte dich, auch wenn du mich nicht erkannt hast, 6 damit sie erkennen, vom Aufgang der Sonne und von ihrem Untergang her, dass es keinen gibt ausser mir. Ich bin der HERR und keiner sonst. 7 Der das Licht bildet und die Finsternis schafft, der Heil vollbringt und Unheil schafft, ich, der HERR, bin es, der all dies vollbringt.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Johannes 7,53 - 8,11 7,53 Und sie gingen, jeder in sein Haus. 8 1 Jesus aber ging auf den Ölberg. 2 Am frühen Morgen war er wieder im Tempel, und das ganze Volk kam zu ihm. Und er setzte sich und lehrte sie. 3 Da bringen die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden ist, stellen sie in die Mitte 4 und sagen zu ihm: Meister, diese Frau ist beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt worden. 5 Im Gesetz aber hat Mose uns vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Du nun, was sagst du dazu? 6 Dies sagten sie, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund hätten, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie immer wieder fragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie! 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Sie aber hörten es und entfernten sich, einer nach dem anderen, die Ältesten voran, und er blieb allein zurück mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat keiner dich verurteilt? 11 Sie sagte: Keiner, Herr. Da sprach Jesus: Auch ich verurteile dich nicht. Geh, und sündige von jetzt an nicht mehr!
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
Jesaja 45,1-3 45 1 So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyros, den ich bei seiner Rechten ergriffen habe, um Nationen vor ihm zu unterwerfen - und Königen werde ich den Gürtel von den Hüften reissen -, um Türen vor ihm zu öffnen, und Tore werden nicht verschlossen bleiben: 2 Ich selbst werde vor dir herziehen, und bergiges Gelände mache ich flach, Türen aus Bronze zerbreche ich, und eiserne Riegel schlage ich in Stücke. 3 Und ich werde dir Schätze aus der Finsternis geben und versteckte Reichtümer, damit du erkennst, dass ich es bin, der HERR, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott Israels.
Züricher Bibel (TVZ-Verlag)
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