„1968 wurde ein Dach gezimmert, das den vielen Friedens-Initiativen und –Ideen in Deutschland Raum geben sollte“, betonte Bärbel Wartenberg-Potter, die frühere Lübecker Bischöfin, in ihrer Predigt im Festgottesdienst in der Krypta der Kreuzkirche in Bonn. Theologische Gedankenarbeit und konkretes Engagement seien hier zusammen gekommen, als Bausteine für eine Friedenstheologie, Aufbaulager und Kriegsdienstverweigerung, gewaltfreie Konfliktlösungen, Transformation von Konflikten, Schwerter zu Pflugscharen und Frieden schaffen ohne Waffen, Kampf dem Atomtod und Friedensdienste, so die Theologin.
Und für diese Arbeit der AGDF gab es Lob und Dank sowohl von der evangelischen Kirche wie auch von Politik und Gesellschaft. „Die AGDF steht für einen markanten Zweig eines politisch engagierten Protestantismus und repräsentiert eine Vielzahl lokal verankerter Friedensinitiativen“, unterstrich Dr. Irmgard Schwaetzer, die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Mitglied im Rat der EKD. Durch die AGDF werde die pazifistische Friedensethik im Protestantismus präsent gehalten. „Der Austausch zwischen den Menschen, das gegenseitige Kennenlernen ist wichtig für den Frieden“, so Staatssekretär Stefan Zierke. Darum sei es erforderlich, dass es die Friedens- und Freiwilligenarbeit der AGDF gebe. „Der Frieden braucht Menschen, die sich um ihn kümmern.“